Name, first nameMartha Carola GlinkowskiYear of birth1989UniversityHKBField of Interest / research fieldFuture / TrendsTitle of projectZukunftsorientierte Konzepte für den InnenbereichAbstractWeltweit ist eine Tendenz zur Urbanisierung zu beobachten. Mittlerweile wohnt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Ballungsgebieten, Tendenz steigend. Weiterhin sinkt die Wohnfläche pro Person seit Jahren (die Wohnfläche pro Person ist in Deutschland 49, in Großbritannien 33 Quadratmeter). Eine typische Arbeiterfamilie wohnt in Hongkong beispielsweise auf 8 Quadratmetern. In europäischen Großstädten gibt es mittlerweile Trends wie “naked house” oder “property guardians”, also Konzepte, wie sich Mieter zum Beispiel durch verbundene Wachdienste günstigeren Wohnraum verschaffen können. Auch der Trend zu städtischen Cluster-Wohnungen wie exemplarisch die Kalkbreite in Zürich, ist ein Zeichen hierfür. Die Bewohner können sich gegenseitig aushelfen, zusammen kochen und essen oder im grossen Wohnzimmer diskutieren. Aber sie können sich auch in die eigenen vier Wände zurückziehen. Für viele ist das Leben in Gemeinschaft eine vielversprechende Alternative, die soziale Kontakte fördert und Kosten senkt.

Ich möchte mich mit den Alltagsgegenständen im Haushaltsumfeld beschäftigen und insbesondere mit Umweltaspekten (Wiederverwendbarkeit, Ressourcenschonung) verbinden. Ziel ist es, die zur Verfügung stehende Fläche besser zu nutzen. Ich möchte an der Schnittstelle zwischen Möbeln, Alltagsgegenständen und Architektur arbeiten. Hierbei will ich bereits konsumierten Objekte mit modernen industriellen Prinzipien verbinden. Insbesondere interessiert mich die Verbindung langlebiger Naturmaterialien mit industriellen Werkstoffen.

Meine Projektidee richtet sich an den neuen urbanen Nutzer.

Analog zum “Neuen Bauen” (Bauhaus) als Reaktion auf die Wohnungsnot nach dem 1. Weltkrieg in Deutschland sehe ich erneut einen Bedarf an grundlegender Veränderung der Art und Weise der Architektur, des Wohnens und der Gestaltung von Alltagsgegenständen. Walther Gropius benutzte beispielsweise das Raster als universales Ordnungssystem in der Architektur. Bauteile wurden typisiert, aus denen dann die verschiedenen Baukörper zusammengestellt werden konnten. Wilhelm Wagenfeld hat dieses in die industrielle Massenproduktion übertragen, wodurch unendlich viele gleichartige Elemente hervorgebracht werden konnten. Der Vorteil war ein einheitliches Modul.

Die Interdiszipliarität des Bauhaus-Ansatzes möchte ich in meinem Studienvorhaben Rechnung tragen, indem ich verschiedene Disziplinen verbinden möchte. Beispielshalber sollen Produktlösungen auch in die Architektur eingebunden werden, insbesondere die Wissenschaften und auch andere Designdisziplinen wie das Textildesign, konzeptuelles Design oder radikales Design.

Bei meiner Arbeit handelt es sich um das Aufpolieren von bewährten Gegenständen, deren Potential ich durch zeitgemäße Technologie zu übersetzen versuche. Meine Idee ist es, ein Konzept oder ein Szenario zu entwerfen, welches dem Benutzer eine Gegenwartssituation eines gesellschaftlichen Problems verdeutlicht oder einem Trend nachgeht. Das kann ein Kritikentwurf, ein alternatives Szenario mit sinnensprechendem Objekt sein oder einfach nur ein Objekt aus der Zukunft sein.

Die Objekte beispielsweise sind sowohl fiktiv als auch real, eine Mischung aus uns bekannten Alltagsgegenständen mit fiktiven, neuen Funktionen. Der Benutzer soll eine Bindung zum Objekt aufbauen, da sie sich anfassen und benutzen lassen. Es verbildlicht auf natürliche Weise den Zusammenhang zwischen Gegenwart und Zukunft.

Das entstehenden Ergebnis soll auffordern sein und zum Spekulieren anregen, wie Dinge, Sachverhalte oder Probleme in der Zukunft aussehen sollen oder eben nicht. Der Benutzer soll sensibilisiert werden und für diese Ziel möchte ich das Design als Werkzeug nutzten.

Anregungen suche ich in anderen Bereichen wie der Bildenden Kunst, der Science Fiction Literatur, der Filmkunst oder der Musik, um auch mit künstlerischen Eindrücken zu arbeiten.

Die Interdisziplinarität meines Ansatzes und auch die näherer Beschäftigung mit dem Spekulativen Design bedeuten, dass ich dadurch einen höheren Researchaufwand habe. Um den Gedanken weiterzuentwickeln, möchte ich mich neben dem Spekulativen Design auch mit den Nachbardisziplinen beschäftigen.

Auch den geschichtlichen sowie den anthropologischen Aspekt des innerstädtischen Wohnens erforsche ich in Bibliotheken; der Geschichte sozialer Wohnideale und Kulturübergreifenden Ritualen: Wie verhalten sich die Menschen im Raum? Und wie nutzen sie ihn bzw. was haben sie für eine Beziehung zum Objekt, Inwieweit stellen sich gesellschaftliche Veränderungen im privaten Umfeld dar. Hierzu will ich mit Modellen und Simulationen arbeiten.

Ich möchte auch das digitale Netzwerk nutzen, um durch Umfragen verschiedener Zielgruppen ihre Bedürfnisse in Erfahrung zu bringen. Wichtig zu verstehen ist die Materialforschung, um die molekulare Struktur am vorteilhaftesten nutzen zu können. Hierzu möchte ich auch weiterhin mit der Praxis beschäftigen, sei es durch Kooperationen mit Industrieunternehmen, Praktika in den Semesterfe
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